Facebook ist tot. Hört man immer mal wieder. Snapchat ist bei Jugendlichen das neue Facebook. Twitter löst sich vom 160-Zeichen-Limit und wird immer mehr zu Facebook. Instagram und Whatsapp sind äusserst beliebt – und gehören zu Facebook. Facebook ist tot?

Mitnichten. Facebook ist gekommen, um zu bleiben. Das beweisen auch neuere Zahlen eindrucksvoll:

http://recode.net/2016/03/30/are-young-people-leaving-facebook-not-even-close-chart/?utm_source=linked&utm_medium=social

Kein Wunder: Der Zuckerbergsche Konzern hat ein gutes Gespür für aufkommende Trends und Konkurrenz. Im Falle von Instagram und Whatsapp hat man denn auch tief in die Kriegskasse gegriffen und beide Dienste (samt Nutzerdaten) eben mal aufgekauft. Trends wie VR (Oculus) und Life-Video (Livestream) landen schnell mal auf dem Konzernradar. Kein Wunder, denn Facebook will nichts anderes sein als zentraler Alltagshub. Nachdem man die Suche Google überlassen musste, beackert man erfolgreich alle anderen Gebiete. Über Facebook werden schon lange nicht mehr nur Statusmeldungen (optional mit Twitter-Tags) geteilt. Vielmehr übernimmt Facebook in allen Bereich die Rolle des besten Kumpels, der besten Freundin: Shopping-Tipps, Band-News und Konzert-Termine, Information, Bilder, Videos. Umfragen, Gruppendiskussionen, Chat. Das alles bietet Facebook und noch viel mehr:

http://www.cash.ch/news/alle/rss/facebooks_grosser_plan_eine_plattform_fuer_alle_lebenslagen-3404670-448

Klar: andere Dienste gibt es viele und Snapchat ist momentan tatsächlich ein Überflieger. Vor allem bei Jugendlichen. Das Tauschen von zeitlich begrenzten Videos scheint momentan ein Bedürfnis zu sein. Der Zweck ist jedoch zu spezifisch, als dass man eine breite Masse gewinnen könnte. Somit ist das grosse Wachstum nur möglich, wenn man mehr Dienste anbietet, aus der Nische heraustritt. Dieser Ausbau kostet Geld. Dieses Geld holt man sich, in dem man die Kronjuwelen an einen Investor verkauft: die Nutzerdaten. Und wer kommt als Investor in Frage? Zum Beispiel Facebook. Mark Zuckerberg hat für Snapchat bereits einmal viel Geld geboten. Und er wird es wieder tun. Und spätestens dann, wenn Snapchat nicht mehr der King auf allen Pausenplätzen ist, werden die Macher des Dienstes Herrn Zuckerberg gerne zu einem Gespräch bitten.

Und was ist das Fazit dieser Ausführungen für uns als Lehrmittelmacher? Für uns ist Facebook wichtig! Weniger als Werbeträger. Klar, es ist schön, wenn auf Facebook über uns gesprochen wird und manchmal sorgen wir mit gezieltem Marketing auch dafür, dass dies geschieht. Viel wichtiger aber ist die Frage, ob und wie unsere Inhalte bei Facebook erscheinen. Welche Rolle Facebook in einem Lernsetting spielen kann. Und welche Inhalte rund um Facebook und andere Social Media wir entwickeln sollen.

#Facebook #SocialMedia #Content #Zukunft

Photo by xioubin low

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.