Wusstet Ihr, dass dieses legendäre Zitat von Humphrey Bogart aus dem Film „Casablanca“ ein Übersetzungsfehler ist?

Egal, zum Thema.

Seit wir alle vermehrt in Videocalls engagiert sind, störe ich mich an einer kleinen, aber wichtigen Sache: Man sieht sich nicht mehr in die Augen.

Kamera ≠ Fokuspunkt

Das hat physikalische Gründe. Die Webcam ist nicht dort, wo wir instinktiv hinschauen. Nämlich auf das Fenster unserer Videoapp, die sich irgendwo auf dem Bildschirm befindet.

Auf Laptops mit eher kleinen Bildschirmen und eingebauten Webcams ist das nicht ganz so schlimm. Auf grossen Monitoren am Desktop ist der fehlende Augenfokus aber schnell störend.

Live-Hack

Hier ein Tipp, wie du das Perspektivenproblem wenigstens ein wenig mindern kannst:

  1. Richte deine Webcam so ein, dass sie möglichst nahe am oberen Bildschirmrand befindet. Klemme sie oben auf den Monitor oder nivelliere sie auf dem Stativ knapp über dem oberen Bildschirmrand.
  2. Nun ordnest du auch dein Video-Call-Fenster möglichst nahe am oberen Bildschirmrand an. Mach das Fenster so klein wie möglich und schiebe es so nahe wie möglich unter die Kamera.

So verringerst du den Abstand zwischen Kamera und dem Bildschirminhalt.

In dieser Animation sieht man, wie man Webcam und Bildschirmfenster optimal ausrichtet, um Augenkontakt herzustelltn.

Wenn du nun noch einen Schritt vom Bildschirm weg machst, dann ist der Augen-Fokus fast ok. Die Verschiebung fällt dann dem Betrachter fast nicht mehr auf.

Die ultimative Lösung: Teleprompter

Ganz eliminieren lässt sich die Fokus-Verschiebung aber in diesem Setting nie. Die geht erst weg, wenn sich die Kamera direkt hinter dem Fenster der Video-App befindet. Um das zu erreichen, brauchst du einen Telepromter. Um einen solchen wird es in meinem nächsten Beitrag gehen.

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