And now to something completely different… Reden wir doch mal über Sicherheit am Mac. Könnte den einen oder die andere von Euch ja auch interessieren. Oder?

Eine neue Welt

Ich arbeite seit Jahren parallel auf vielen Systemen, bin aber im Apple-Universum zuhause. Typischerweise nutze ich Windows vor allem im Verlag und da kann ich die gesamte Wartung der IT-Abteilung überlassen (worüber ich gottenfroh bin). Für die Sicherheit an meinen Macs bin ich aber selbst zuständig.

Seien wir ehrlich: unsere Arbeitswelt hat sich geändert. Früher lief alles lokal auf dem Gerät ab. Datenaustausch geschah über Disketten (ja, so alt bin ich schon), CDs und DVDs oder dann über USB-Sticks. Heute kann und muss ich diese Geräte nicht mehr anschliessen. Ich habe die Cloud. Oder besser gesagt: mehrere Clouds: Dropbox, iCloud, Google Drive, OneDrive. Dazu alle Apps, die ihre Settings irgendwie über einen Server synchronisieren. Im Hintergrund schwatzt mein Mac buchstäblich mit der ganzen Welt und tauscht fröhlich Daten aus.

„So what? Auf dem Mac gibts ja keine Viren und keine Trojaner.
Das weiss man seit Jahren!“

Viren am Mac? Gibts nicht! Oder?

Vorsicht. Auch hier gilt: wir leben in einer neuen Welt! Die obige Aussage stammt aus Zeiten, in denen der Mac ein Nischendasein fristete und für professionelle Schadware-Entwickler einfach viel zu uninteressant war. Heute, wo die Mac-Welt eben auch aus Millionen von iPhones besteht, ist dieses Interesse rasant gestiegen.

Natürlich ist sich Apple dessen bewusst und natürlich versucht Apple, die Plattform sicher zu halten. Teils mit Restriktionen, die dann schon fast wieder nervig sind. Aber erfolgreich: die Zahl der Viren und Trojaner auf dem Mac ist tatsächlich klein. Der Fact, dass gefährliche Eingangstore wie Java, Flash und Office-Macros auf Macs und iDevices seit langem eingeschränkt sind, hilft ungemein.

Trotzdem: Sicherheit geht vor

Und trotzdem schaffen es findige Programmierer immer wieder, Lücken in den Systemen zu finden. In den letzten Jahren ist auch auf Macs Ransomware aufgetaucht, die Daten verschlüsselt und gegen Lösegeld wieder freischaltet. Phishing-Mails nerven auf dem Mac genauso wie auf anderen Systemen. Und ja, es gibt auch ein paar Viren.

Dazu kommen Schlagzeilen wie vor zwei Wochen, als eine schwere Sicherheitslücke in WLANs gefunden wurde, die bis zum Fix durch die Hersteller ALLE WLAN-Geräte betrifft (Apple fixt die Sache mit den nächsten Systemupdates).

Nicht zu vergessen: wer mit anderen Daten austauscht, holt sich Schadware auf den Rechner. Und selbst wenn diese auf dem eigenen geschützten Mac nix anstellt, gibst Du sie eventuell weiter. Und beim Kunden schlägt sie dann zu. Nicht gut.

Dossier: Sicherheit am Mac

Grund genug für mich, Euch in einer kurzen Serie einige Sicherheitstipps für den Mac zu geben. Geht uns schliesslich alle etwas an. Ich verspreche Euch: es braucht nicht viel, um viel zu erreichen. Ich werde folgende Themen angehen:

  1. Basics mit Bordmitteln
  2. VPN – ein geschütztes Tor ins Internet
  3. Virenprogramme auf dem Mac
  4. Persönliche Daten in der Cloud schützen
  5. Root-Benutzer deaktivieren

PS: auch wenn ich mich explizit auf den Mac beziehen werde: die Tipps gelten natürlich auch für Windows, Linux oder andere Systeme. Die Programme müsst Ihr euch einfach selbst zusammensuchen. Vielleicht gibts dazu ja dann auch den einen oder anderen Tipp in den Kommentaren.

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