Bevor man nach speziellen Tools Ausschau hält, kann man schon mit Bordmitteln eines jeden Macs einiges erreichen. Ich zeige Dir, wie Dein Mac-Leben mit 5 Massnahmen sicherer wird.

Das Wichtigste zuerst: Backup

Die erste Massnahme schützt Dich nicht vor Angriffen, hilft dir aber, wenn mal was passiert. Mach ein Backup! Auf Macs nutzt Du dazu die TimeMachine, eine eingebaute Backup-Funktion. Falls mal was schiefgeht, kannst du einzelne Files oder ganze Ordner zurückspielen. Zur Not kannst du auch den Mac komplett löschen und mit dem neusten Backup wiederherstellen.

Kaufe dir eine externe Festplatte. Die gibt es inzwischen für wenig Geld. Meine Grundregel: Sie sollte mindestens so viel Platz bieten wie Deine eingebaute Festplatte oder Dein FusionDrive. Eine gute Wahl sind USB3-Festplatten von Seagate oder Western Digital.

Formatiere die Festplatte mit Apples Festplatten-Tool und klemme sie an Deinen Mac. Es erscheint ein Dialog, der dich fragt, ob du TimeMachine anwerfen willst. Klicke auf Ja und damit ist die Sache erledigt. Lass einfach die externe Festplatte immer angehängt, TimeMachine kümmert sich um den Rest.

Hier findest du alle wichtigen Infos zu TimeMachine.

Nicht als Administrator anmelden

Nun zur zweiten Massnahme. Solange du im Alltag mit Admin-Rechten auf Deinem Mac arbeitest, besteht die Möglichkeit, dass eine App diese Rechte ausnutzt. Die Gegenmassnahme ist einfach: Du erstellst einen zweiten Benutzer-Account, der nur Standardrechte besitzt. Für den Arbeitsalltag genügt das völlig. Melde Dich nur noch mit diesem Standardaccount an.

Falls du mal eine App installieren oder sonstwas am System friemeln musst, dann fragt dich der Mac automatisch nach dem Admin-Zugriff. Überprüfe kurz, für was genau du da das Passwort eingibst und dann lässt du den Eingriff zu. Keine App wird so ohne Dein Wissen irgendwas Böses auf deinem Mac anstellen.

1234 – ein neues Passwort muss her

Ach und à propos Passworte: Du weisst schon, dass „1234“, der Name deines Ehepartners, das Geburtsdatum deiner Tochter oder die Postleitzahl deines Wohnorts keine guten Passworte sind, gell? Hier bei Google findest du eine tolle Anleitung, wie du gute Passworte generierst.

Dummerweise kann man sich solch gute Passworte nicht merken. Musst du auch nicht. Du musst nur EIN richtig gutes Passwort haben, nämlich das Deines Mac-Accounts. Damit schaltest Du auf dem Mac auch den Schlüsselbund frei, der sich alle Deine Passworte merkt. Eine geniale Funktion, mit der Du keine Ausrede mehr hast von wegen komplizierter Passworte.

Drive verschlüsseln mit FileVault

Die vierte Massnahme ist vor allem auf MacBooks sinnvoll. Geräten also, die du unterwegs benutzt und die möglicherweise mal in fremde Hände gelangen. Aber hey, die Sache mit FileVault ist so einfach, das kannst du auch auf deinem Atelier-Rechner machen.

Also: gehe in die Systemeinstellungen zum Panel „Sicherheit“. Dort klickst du auf das Schloss-Symbol und gibst Dich als Admin zu erkennen. Nun aktivierst Du im gleichnamigen Register die Funktion „FileVault“. FileVault verschlüsselt im Hintergrund Deine Festplatte. Sollte irgendjemand mal versuchen, auf brachiale Weise an Deine Daten ranzukommen, dann sieht er nur Buchstabensalat.

Updates, Updates, Updates

Bleibt noch Massnahme Nummer 5: Auch wenn man sich der Gefahr aussetzt, dass plötzlich ein Progi oder ein Workflow nicht mehr funktioniert, sollte man Betriebssystem und Programme immer möglichst schnell updaten. Die Aktualisierungszyklen von Softwareherstellern sind nicht umsonst dichter geworden. Es gibt einfach zu viele Gefahren da draussen. Also lieber einmal mehr updaten, denn alte Software ist immer, immer ein potentielles Sicherheitsleck.

Und falls beim Update dann doch mal was schiefgeht, dann hast Du jetzt ja – siehe Massnahme 1 – ein Backup!

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