Man liest gemütlich die Zeitung und in einem Artikel wird ein Link zu einer Webseite erwähnt. Wie kann ich jetzt mit dem Smartphone schnell mal eben auf diese Webseite springen? Auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen: am einfachsten mit einem QR-Code.

Es gibt ihn ja schon lange, den QR-Code. Dieses pixelige schwarze Monster Muster, das einem ab und an auf Plakaten, in Magazinen oder in der Zeitung begegnet. Scannt man den Code, dann offenbart sich wie von Zauberhand dessen hinterlegter Inhalt: ein Text, eine Telefonnummer, eine Adresse oder auch einfach ein Link zu einer Webseite.

Es gab viele Ansätze, um aus Print-Materialien eine mehr oder weniger einfache Brücke in die digitale Welt zu bauen. Der QR-Code hat sich im Kampf um die beste Lösung langsam aber beständig zum Sieger  gemausert. So richtig befriedigend ist die Lösung zwar immer noch nicht. Solange man nicht einfach mit jedem erdenklichen Smartphone ohne Vorbereitung auf einen Code zielen kann und dann mit einem Touch in der digitalen Welt landet, ist die Brücke zwischen Print und Digital noch zu gross. Ein Medienbruch.

Aber ich geb die Hoffnung nicht auf, dass der QR-Code irgendwann selbstverständlich ist. Drei aktuelle Entwicklungen werden helfen.

Erstens wird Mitte 2018 der QR-Code auf jedem schweizerischen Einzahlungsschein landen. Die Zahlungsverarbeitung soll vereinfacht werden, in Zukunft wird es nicht mehr Dutzende verschiedener Einzahlungsscheine geben. Zentrales Element des Einzahlungsscheins wird ein QR-Code, der alle notwendigen Informationen zur Zahlungsverbuchung enthält. So kommt der QR-Code in unseren Alltag und wird breite Anwendung finden. Im Übrigen ist die Einführung des neuen Einzahlungsschein ein wunderbares Beispiel dafür, dass man bei der Gestaltung von QR-Codes doch ein paar Sachen beachten sollte 🙂

snapcodeZweitens kennt die Jugend von heute (zumindest jener Teil der Jugendlichen und Junggebliebenen, die snapchatten) den Snapcode: ein QR-Code, der hilft, einen Snapchat-Inhalt schnell und unkompliziert aufzurufen. Wenn ich bedenke, wie beliebt Snapchat zur Zeit ist, wird der QR-Code der nächsten Generation quasi mit der Muttermilch schon mitgegeben. By the way: ein Snapcode zeigt auch sehr schön, dass QR-Codes durchaus interessanter gestaltet werden können als in der NullAchtFünfzehn-Version.

Drittens: Wer Google Chrome auf seinem Smarphone nutzt, der ist dem einfachen Scannen von QR-Codes mit dem neusten Update einen Schritt näher gekommen: über 3D-Touch lässt sich auf einem iPhone direkt ein QR-Scanner aufrufen, der einem dann den dahinterliegenden Inhalt sofort in Chrome anzeigt. So geht das Scanne doch schon recht flüssig und es verkürzt einem die Wartezeit, bis die Smartphone-Kameras einen QR-Code automatisch ohne weitere App auslesen können.

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